11. November 2026, 18.00 Uhr

Medienraum St. Peter (Eingang über die Pforte)

H-Prof.in Dr.in Elfriede Windischbauer: NeuGIERIGE Blicke. Salzburg und die Zurschaustellung außereuropäischer Menschen im 19. und 20. Jahrhundert

So genannte „Völkerschauen“ fanden im 19. und im frühen 20. Jahrhundert nicht nur in den europäischen Metropolen statt. Auch in Provinzstädten wie Salzburg wurden außereuropäische Menschen zur Schau gestellt – auf der Dult, bei Volksfesten, in Restaurants und Zirkussen. Die Menschen kamen vor allem aus Afrika, aber auch aus Asien, Australien und Amerika. Als Quellen stehen u.a. Berichte in Salzburger Zeitungen und Plakate, die für die Veranstaltungen warben, zur Verfügung.

Anhand von über 40 Menschenausstellungen, die in Salzburg zwischen 1813 und 1853 stattgefunden haben, werden die Lebensumstände der zur Schau gestellten Menschen, die Rolle der Schausteller, die Veranstaltungsorte und Motive des Publikums beleuchtet.

Um das Jahr 1813 wurde in einem Geschäftshaus am Kranzlmarkt ein junger Mann aus Südafrika zur Schau gestellt. Plakat: © Salzburg Museum